DERMATOLOGE STAN PAVEL: SONNENBANKKUR HILFT GEGEN VERBRENNUNGEN

Eine Sonnenbankkur ist als Vorbereitung auf die Sommerferien zu empfehlen. Das sagt Dermatologe und Wissenschaftler Stan Pavel, der 17 Jahren am Leids Universitair Medisch Centrum tätig war. Seine Aussagen sind bemerkenswert, angesichts früherer Untersuchungen die aussagten, dass die Nutzung von Sonnenbänken das Risiko von Hautkrebs erhöht.

Laut Pavel ist es jedoch noch viel schädlicher für die Haut, wenn man in ein sonniges Land fährt ohne vorher an die Sonne gewöhnt zu sein. „Viele Menschen fahren, ohne selbst viel Sonne gehabt zu haben, in den Urlaub und hoffen innerhalb von einer Woche braun zu werden. Sie liegen jeden Tag am Strand, werden rot, cremen sich ein und gehen am folgenden Tag wieder in die Sonne. Das ist das Schlimmste, was man der Haut antun kann. Die Haut muss die Möglichkeit haben, sich an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Wenn Sie sich verbrennen, müssen Sie die Sonne eigentlich drei bis vier Tage meiden, damit sich die Haut regenerieren kann. Tun Sie das nicht, kann es zu permanenten Schäden führen.“
Eine Sonnenbankkur bietet seiner Meinung nach die Lösung. “Wenn Sie einen Monat lang ein- oder zweimal pro Woche auf die Sonnenbank gehen, können Sie sich an die Sonne gewöhnen. Die Haut schützen Sie dadurch besser gegen Schäden durch Sonneneinstrahlung. Betrachten Sie es als eine Art Sonnenschutzmittel für die Haut, aber eins, das auch wasser- und schweißresistent ist.“

Auch im Winter kann die Sonnenbank helfen, gesund zu bleiben, so Pavel weiter. “In den Monaten Januar, Februar und März hat praktisch jeder einen Mangel an Vitamin D, welches durch Sonnenlicht angeregt wird. Sie können den Mangel durch die Einnahme von Vitaminen reduzieren, aber eine Sonnenbank ist effektiver.“
Pavel betont jedoch auch, dass die Sonnenbank nicht für jedermann geeignet ist. „Menschen mit Hauttyp I (Menschen die sehr schnell verbrennen, i.d.R. mit rötlichen oder hellblonden Haaren, red.) sollten die Sonnenbank meiden. Sie verbrennen sowieso sehr schnell und müssen sich immer extra schützen.“


Bron “Metro”